Aktuelles vom Omnibusvertrieb Ost

Brennstoffzellen-Lkw von VDL im Praxistest12.04.2020



Vor einigen Tagen ist ein 27-Tonnen-Lkw von VDL mit Brennstoffzellenantrieb in seinen ersten Praxiseinsatz im Rahmen des EU-finanzierten Projekts „H2Share“ in den Niederlanden gestartet.

Das deutsche Unternehmen Wystrach hat für das Projekt eine mobile Wasserstofftankstelle mit niedrigem Energieverbrauch entwickelt, die den Wechselbrücken-Lkw zu seinen Vorführ-Stationen begleitet.

Der Schwerlast-Lkw mit Brennstoffzelle kommt bei dem auf emissionsfreie Transporte spezialisierten Logisitker Breytner in Schelluinen zum Einsatz. Mit dem VDL-Truck sollen unter anderem Verkaufsfilialen beliefert werden. Breytner hofft, in dem auf drei Monate angesetzten Test herauszufinden, wie in welchen logistischen Prozessen der Wasserstoff-Lkw am effizientesten eingesetzt werden kann.

„Es ist toll, zu den wenigen Logistikern weltweit zu gehören, die einen Wasserstoff-Truck im Alltag erproben können“, sagt Maria-José Baartmans von Breytner. „Das liefert unseren Kunden und uns wertvolle Kenntnisse über emissionsfreie Transportlösungen und es trägt dazu bei, die nächsten Schritte zu einem nachhaltigen Transportwesen zu machen.“

Nach seinem Einsatz in Schelluinen soll der Brennstoffzellen-Lkw bei weiteren Unternehmen getestet werden, derzeit sind sechs Stationen in Deutschland, den Niederlanden, Belgien und Frankreich geplant. Um den Lkw an allen Stationen einsetzen zu können, ohne auf stationäre Wasserstofftankstellen angewiesen zu sein, hat Wystrach eine mobile Wasserstofftankstelle mit niedrigem Energiebedarf entwickelt.

Das Unternehmen aus Weeze hat der Mitteilung zufolge bereits eine steigende Nachfrage nach ganzheitlichen Betrachtungen von Mobilitätslösungen registriert. „Hersteller von Lkw, Zügen, Bussen und sogar Staplern haben Interesse an wasserstoffbetriebenen Systemen samt Betankungslösung“, sagt Wolfgang Wolters, Geschäftsführer von Wystrach. „Das ‚H2Share’-Projekt ist deshalb ein wichtiges Modellprojekt für diese zukunftsweisenden Anwendungen.“



Ziel des mit 1,69 Millionen Euro geförderten „H2Share“-Projekts ist es, die Entwicklung eines Marktes für emissionsfreie Schwerlastfahrzeuge mit Wasserstoffantrieb zu fördern und praktische Erfahrungen in verschiedenen Regionen Nord-West- Europas zu sammeln. Mit dem Einsatz des VDL-Lkw wollen die Partner beweisen, dass die Wasserstofftechnologie „für den Einsatz in Schwerlastanwendungen unter realen Bedingungen geeignet“ sei.

Quelle: electrive.net 04/2020 Autor: Sebastian Schaal



 
VDL stellt neues Batteriepaket mit höherer Kapazität vor17.02.2020



VDL Bus & Coach führt ein neues Batteriepaket für seine Elektrobusse ein. Außerdem planen die Niederländer den Bau eines Werks im belgischen Roeselare und verkünden, dass die 670 Busse des Typs Citea Electric, die derzeit in Europa unterwegs sind, die Marke von 50 Millionen Kilometern geknackt haben.

Zunächst zum neuen, leistungsfähigeren Batteriepaket: Während sich VDL zu technischen Details wie Modulen und Zellen nicht äußert, gibt der Bushersteller an, dass das neue Batteriepaket leichter als herkömmliche Akkus ist und es wahlweise per Pantograf oder Stecker aufgeladen werden kann. Die verschiedenen Modelle der Niederländer haben dank des leistungsfähigeren Pakets mehr Batteriekapazität an Bord – konkret bietet es bis zu 315 kWh für den Citea LLE Electric, 350 kWh für den Citea SLF und SLE Electric, 420 kWh für den Citea SLFA Electric und 525 kWh für den Citea XLE Electric. Die ersten Aufträge für das neue Akkupaket sind nach Angaben von VDL bereits eingegangen.

„Im vergangenen Jahr haben wir unsere Position im Bereich der Elektromobilität weiter ausgebaut und auch geografisch gestärkt“, äußert Unternehmenschef Henk Coppens. Nun rücke neben der geplanten Expansion nach Südeuropa auch die weitere Optimierung des Energieverbrauchs und die Anwendung der nächsten Batteriegenerationen in den Fokus. „Wir sehen den Bedarf des Marktes nach einer größeren Reichweite, insbesondere jetzt, wo auch immer mehr regionale Betriebsabläufe elektrifiziert werden“.

Eine Schlüsselrolle wird vor diesem Hintergrund das geplante Werk in Belgien einnehmen. „Es wird zu unserem Zentrum für Elektromobilität. Von dort aus können wir noch besser auf die Bedürfnisse und Anforderungen des Marktes reagieren“, so Coppens. Das sei wichtig, denn der Wettbewerb werde sich verschärfen. Konkret soll im belgischen Roeselare dieses Frühjahr der Spatenstich erfolgen und Ende 2021 eine CO2-neutrale Elektrobus-Fertigung anlaufen. Auch die belgische Vertriebs- und Serviceniederlassung von VDL Bus & Coach wird an den neuen Standort umziehen.

Schließlich hebt VDL noch hervor, dass die bis dato europaweit ausgelieferten 670 Busse des Typs Citea Electric inzwischen kumuliert auf 50 Millionen abgasfrei gefahrene Kilometer kommen. Nach eigenen Angaben kommen die Niederländer in Europa auf einen Marktanteil von 22 Prozent. Nach den Niederlanden sei Skandinavien der wichtigste Markt. Durch neue Projekte in Norwegen und Dänemark sowie zwei Projekte in Schweden und Finnland seien dort insgesamt 120 Elektrobusse im Einsatz. „Auch in Deutschland verzeichnen wir ein starkes Wachstum“, konstatiert VDL-Manager Alex de Jong. „Städte wie Osnabrück, Köln und Münster investieren wieder in unsere Busse, weil wir uns in den letzten Jahren als starker Partner erwiesen haben.“ Auch Kiel habe 36 elektrische Citeas bestellt. In Köln erhielt der Bushersteller sogar den Zuschlag für die Lieferung von 53 Elektrobussen.

Quelle: electrive.net 02/2020 Autor: Cora Werwitzke



 
ElringKlinger kooperiert mit Bushersteller VDL im Bereich der Brennstoffzellentechnologie24.10.2019


Die ElringKlinger AG und die niederländische VDL Groep kooperieren im Bereich der Brennstoffzellentechnologie. Gemeinsam nehmen beide Unternehmen an dem europäischen Förderprojekt „H2Haul“ teil.

Neben den Teilprojekten weiterer Projektpartner werden drei VDL-Fahrzeuge mit Brennstoffzellensystemen von ElringKlinger ausgerüstet und vom belgischen Einzel­handelskonzern Colruyt im realen Betrieb getestet. Die zum Einsatz kommenden Wasserstofftankstellen ermöglichen eine schnelle und leistungsstarke Betankung und unterstützen damit das Demonstrationsprojekt, wie Brennstoffzellen-Lkw als direkter Ersatz für Dieselfahrzeuge dienen können.

Das „H2Haul“-Projekt leistet einen wesentlichen Beitrag zur Marktvorbereitung für die weitere Nutzung der Technologie in den 2020er Jahren. Ziel des Projekts ist es, die Entwicklung der Brennstoffzelle als alternative Antriebstechnologie in Europa bis zur Marktreife weiter voranzutreiben. Das ElringKlinger-Brennstoffzellenmodul soll an­schließend u.a. in Stadt- und Langstreckenbussen Anwendung finden. Das Projekt wurde durch einen Zuschuss des Fuel Cells and Hydrogen Joint Undertaking (FCH JU) in Höhe von zwölf Mio. EUR ermöglicht.

ElringKlinger ist seit rund 20 Jahren in der Forschung und Entwicklung von Brennstoff­zellen tätig und tritt im Markt sowohl als System- als auch als Komponentenlieferant auf. Die Stacks basieren auf der PEM-Technologie und wandeln unter Verwendung von Wasserstoff und Sauerstoff chemische in elektrische Energie um. Sie sind vor allem für mobile Anwendungen mit großer Reichweite und zyklischem Betrieb geeignet. Einsatz­bereiche sind Busse und Pkw, aber auch industrielle Anwendungen im mobilen Bereich, wie kleine Nutzfahrzeuge und Flurförderzeuge.

Stacks von ElringKlinger zur Integration in Kundensysteme gibt es mit einer elektri­schen Leistung von 2 bis 150 kW. Sie verfügen optional über im Endplattenmodul inte­grierte Peripheriekomponenten und Systemfunktionalitäten, die eine deutliche Vereinfachung und Kostenreduktion des Brennstoffzellensystems erlauben.

Quelle: ElringKlinger AG, emobilserver.de



 
Elektrisches Laden der Zukunft - Neues Testcenter in den Niederlanden18.10.2019

Siemens und der niederländische Bushersteller VDL Bus & Coach (VDL) erarbeiten gemeinsam neue Entwicklungen für Depotladen von eBussen und eTrucks. Sie wurden im „VDL Charging Test Center“ in den Niederlanden unter realen Bedingungen getestet. Die Kooperation soll zeigen, wie Fahrzeugtechnologien, Energiespeicher und Ladeinfrastruktur zusammenspielen, sowie mittels einer Vehicle-to-Grid-Funktion bidirektionales Laden ermöglichen.

Mit der wachsenden Zahl von elektrischen Fahrzeugen am Markt steigen die Anforderungen an eine robuste Ladeinfrastruktur. Um ein effizientes und flexibles Laden von elektrischen Bussen und Lastfahrzeugen zu ermöglichen, arbeiten Siemens und der niederländische Bushersteller VDL Bus & Coach (VDL) nun gemeinsam an zukunftsweisenden Gesamtlösungen für Depots. Im VDL Charging Test Center, dem Interoperabilitätstest- und Prüfzentrum von VDL in Valkenswaard in den Niederlanden, hat Siemens die neueste Generation von Schnellladestationen in Kombination mit einem Batteriespeichersystem installiert.



Eine spezielle Schaltmatrix erlaubt es, die Leistungen der Ladestationen flexibel zusammenzuschalten. Gesteuert wird der Aufbau über eine Energiemanagement-Applikation, die auf MindSphere läuft, dem cloudbasierten, offenen IoT-Betriebssystem von Siemens. VDL führt mit diesen Technologien Interoperabilitäts- und Funktionstests mit elektrischen Fahrzeugen wie Bussen und Lastkraftwagen durch.

Interoperabilität ist gegeben, wenn die Technologien verschiedener Hersteller – sowohl auf Fahrzeug- als auch auf Ladeinfrastrukturseite – miteinander agieren und Informationen austauschen können. Im VDL Charging Test Center wird die Kombination dieser zukunftsweisenden Technologien nun unter realen Bedingungen getestet, um die Funktionalität im Betrieb sicherzustellen. Kunden beider Unternehmen sind dazu eingeladen, das Prüf- und Testzentrum zu besuchen und die neuesten Technologien live zu begutachten.



An einer der Ladestationen ist eine Vehicle-to-Grid-Funktion integriert, die ein bidirektionales Laden der Fahrzeuge ermöglicht. Das bedeutet, sie können sowohl Strom vom Netz und vom Speichersystem beziehen, aber auch dorthin zurück transportieren. Diese Funktion bereitet den Weg für zukünftige Anwendungsfälle wie die Deckung von Bedarfsspitzen. Das bedeutet, elektrische Fahrzeuge können mit dem Netz kommunizieren und im Falle von Kapazitätsengpässen Strom zurückspeisen.

Die modulare Infrastruktur in Valkenswaard zeigt, dass Ladesysteme über einen längeren Zeitraum erweitert werden können, ohne die Netzkapazität oder -anbindung anzupassen. Indem ein Energiespeicher, Ladestationen und eine Energiemanagement-Applikation gekoppelt werden, kann die Kapazität entsprechend aktueller und zukünftiger Bedürfnisse angepasst werden. Das Projekt liefert wichtige Erkenntnisse für die Elektrifizierung des Transportsektors, und somit für das Gelingen der Energiewende. Das Ergebnis wird präsentiert im Rahmen der Busworld Europe 2019 in Brüssel in Halle 1 am Stand 126.

Quellen: solarify.eu 10/2019, sie.ag/2oqjOT5, siemens.com/smartinfrastructure, siemens.com/ebus



 
OMNIBUSREVUE31.08.2017





 
OMNIBUSREVUE29.08.2017





 
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Auszug aus Verbandszeitschrift der Fuhrgewerbe – Innung Berlin – Brandenburg e.V.22.11.2016





 
VDL Zeitschrift Signaal Nummer 143 PDF-Datei. Klick auf das Bild.11.11.2016





 
13,5 Meter langer Reisebus21.01.2016





 
Kooperationsvertrag Philips und VDL09.02.2015