Aktuelles vom Omnibusvertrieb Ost

Große Chancen für Brabant als Zulieferer für Brennstoffzellenhersteller28.09.2020

Ohne internationale Partner könnte die niederländische Provinz Brabant ihre führende Position verlieren. Deshalb sucht die Zusammenarbeit mit fünf vergleichbaren deutschen Regionen.


Die niederländische Provinz Brabant ist eine der innovativsten Regionen Europas. Hier arbeiten Frauen und Männer in Labors und Testeinrichtungen an der Technologie der Zukunft. Doch die „Time-to-Market” für neue Produkte wird immer kürzer, während die Technologien immer komplexer werden. Ohne die Zusammenarbeit mit internationalen Partnern könnte Brabant seine führende Position verlieren. Das Land strebt daher Partnerschaften mit fünf vergleichbaren Regionen in Deutschland an: Nordrhein-Westfalen, Sachsen, Thüringen, Baden-Württemberg und Bayern. Durch die gegenseitige Nutzung ihrer Kompetenzen und Stärken bauen die Partner ein solides Angebot auf, um sich gemeinsam den Herausforderungen der Zukunft zu stellen. Heute: die Wasserstoff-Revolution

Es ist besteht kein Zweifel daran, dass die Welt immer mehr von Elektrizität bestimmt wird. Nur ist nicht so klar, was der beste Weg ist, diese Kraft zu speichern. Vor einigen Jahren hat sich die Provinz Nord-Brabant im Rahmen ihrer Pläne für nachhaltige Energie für eine Politik zur Entwicklung der Batterietechnologie entschieden. Nicht umsonst investiert die Provinz 1,5 Millionen Euro in eine Demonstrationreihe am Holst Center in Eindhoven für die neue Festkörper-Dünnschicht-Lithium-Ionen-Batterie.

Die Innovationskraft von Brabant

Brabanter Unternehmen stehen bei der Entwicklung dieser neuen Technologien an vorderster Front. Der Aufstieg von Wasserstoff als Energieträger bietet der Wirtschaft in dieser Provinz auch bedeutende Chancen. Vor allem die Innovationskraft der brabantischen Unternehmer macht sie zu idealen Partnern und Lieferanten bei der Entwicklung von Brennstoffzellensystemen und Anwendungen, bei denen diese Systeme zum Einsatz kommen. Brabanter Unternehmen wie VDL und E-Trucks konstruieren und entwickeln bereits Busse, Lastwagen und Müllwagen, die mit Wasserstoff betrieben werden.

Sowohl die Niederlande als auch Deutschland wollen Milliarden in die klimaneutrale Wasserstoffproduktion investieren. Damit sollen sie zu Ländern im Fernen Osten wie Japan, Südkorea und China aufschließen können. Und sie wollen ihre Abhängigkeit von Herstellern aus dieser Region verringern. Gerade die Corona-Pandemie hat deutlich gemacht, dass in den eigenen Regionen Europas viel zu wenige Systeme und Techniken entwickelt werden. Die Niederlande und Deutschland sind jetzt Teil des so genannten Pentalateralen Energieforums. Diesem Forum gehören auch Belgien, Luxemburg, Frankreich, Österreich und die Schweiz an. Ziel des Forums ist eine gemeinsame, grenzüberschreitende und klimaneutrale Wasserstoffversorgung in der nordwesteuropäischen Region.

„Auf internationale Zusammenarbeit kann man einfach nicht mehr verzichten”, sagt Wouter van der Laak von WaterstofNet. Das niederländische Unternehmen WaterstofNet entwickelt und realisiert Projekte und Roadmaps rund um nachhaltigen Wasserstoff. Sie tun dies auf dem Gebiet des emissionsfreien Transports und der Energiespeicherung gemeinsam mit der Industrie und den Regierungen. Der Schwerpunkt liegt auf Flandern (Belgien) und den Niederlanden. Van der Laak sieht bedeutende Möglichkeiten für die Brabanter Wirtschaft. Insbesondere wenn es um die Entwicklung von Brennstoffzellen, Equipment für die Großserienfertigung und die damit verbundene Technologie und Anwendungen geht. Zum Beispiel bei dem, was für Fahrzeuge benötigt wird.

Rolle bei der Entwicklung und Herstellung von Brennstoffzellen

„Wir haben hier in Brabant keine eigenen Brennstoffzellenhersteller. Aber wir haben mehrere Unternehmen, die als Zulieferer für die Herstellung von Brennstoffzellen eine wichtige Rolle spielen können. Wir erkennen die Bedeutung der regionalen Akteure im gesamten Wasserstoff-Entwicklungsprozess an. Gegenwärtig hat das von WaterstofNet gegründete ,Hydrogen Industry Cluster’ 60 Mitglieder. Wir ergreifen gemeinsam mit diesen Unternehmen ständig Folgemaßnahmen. Ein Beispiel dafür ist das H2Haul-Projekt, bei dem Elring Klinger mit dem VDL in Baden-Württemberg zusammenarbeitet. Elring Klinger baut derzeit die Brennstoffzelle, die VDL im Rahmen des H2Haul-Projekts in seine Lkw einbaut.“

Mobile Wasserstoff-Tankstellen

Bei einem anderen Projekt, H2-Share, nahm die Firma Wystrach aus der deutschen Stadt Weeze (NRW) an einem niederländischen Versuch mit wasserstoffbetriebenen Lastwagen teil. „Es gibt nicht überall Tankstellen, an denen man Wasserstoff tanken kann. Wystrach hat eine mobile Tankstelle für wasserstoffbetriebene Lastwagen entworfen”, erklärt Van der Laak. Auf diese Weise könnte der Lkw vom Endbenutzer getestet werden.


Jeder Dieselmotor kann durch einen Ameisensäuremotor von DENS ersetzt werden.

Überall da, wo ein Dieselmotor vorhanden ist, kann er ersetzt werden.

Selbst ein junges Brabanter Unternehmen wie DENS sieht Vorteile in der Zusammenarbeit mit ausländischen Partnern. Zum Beispiel mit denen aus Deutschland. DENS entwickelt Motoren, die Hydrozine (Ameisensäure) als Kraftstoff verwenden.

„Wir brauchen vor allem die Zusammenarbeit mit Herstellern und Entwicklern von schwerem Gerät, die heute hauptsächlich Dieselmotoren verwenden”, erklärt Max Aerts, CEO von DENS. „Firmen wie Liebherr sind für uns interessant. Aber auch Hersteller wie Hydac, Bosch und Siemens. Die Ingenieurtechnik von DENS ist im Grunde ein großartiger Ersatz für alle dieselbetriebenen Geräte. Mit anderen Worten, um es ganz offen zu sagen: Die Technik von DENS ist ein großartiger Ersatz für alle dieselbetriebenen Geräte: Wo immer ein Diesel drin ist, kann er durch einen DENS-Motor ersetzt werden.“

„Im Gegenzug können wir unser Know-how und unsere Entwicklungen in den Bereichen Energiesysteme, Elektrifizierung, Wasserstoff, Wasserstoffträger, Brennstoffzellentechnologie, Verfahrenstechnik, Wasserstoffreinigung und Chemie einbringen. Als junges und innovatives Unternehmen können wir uns schnell und iterativ entwickeln.“

Weniger abhängig von Nicht-EU-Ländern werden

Van der Laak sieht bei der Lieferung von Komponenten für Brennstoffzellen und die großtechnische Erzeugung von grünem Wasserstoff durch Elektrolyse große Chancen für Unternehmen in Brabant. „Parteien in Brabant können bei der Entwicklung und Herstellung von Komponenten für diese Systeme einen erheblichen Mehrwert bieten. Es wäre strategisch vorteilhaft, wenn Lieferanten für Brennstoffzellen und Elektrolyse in Brabant ansässig wären, dann hätten wir all das mehr unter unserer eigenen Kontrolle. Es ist von entscheidender Bedeutung, dass wir weniger abhängig von Ländern außerhalb Europas werden, die die Lieferketten kontrollieren, und dass wir uns auch mehr auf unser eigenes Knowhow, unsere Fähigkeiten und Arbeitskräfte konzentrieren.“

Vision für die Provinzregierung

Was Van der Laak glaubt, dass dafür eine klare Vision nötig ist, unter anderem von der Provinzregierung. „Es ist ganz logisch, dass das Hauptaugenmerk auf der Batterietechnologie liegen sollte. Das ist alles schön und gut, aber das bedeutet, dass man auf diese Weise Chancen verpasst. Wir brauchen eine integrierte Vision der Elektromobilität. Eine, die die Chancen und Ambitionen von Wasserstoff für Brabant umfassen sollte. Schließlich sehen wir, dass vor allem asiatische Akteure sich inzwischen stark für Wasserstoff engagieren. Diese Akteure haben aber auch durch ihre Arbeit mit Batterien die Führung auf dem Gebiet der Elektrifizierung übernommen. Die Provinz könnte dort eine koordinierende Rolle spielen.“

Van der Laak ist der Ansicht, dass dem umfangreichen Logistiksektor in dieser Provinz eine wichtige Rolle zukommt. Das betrifft sowohl die Elektrifizierung der Flotte als auch die Umstellung von Diesel auf Wasserstoff als Energieträger für die Lastwagen.

„Es wird unmöglich sein, wenn es uns nicht gelingt, dies durch eine engere Zusammenarbeit und den Austausch von Fachwissen zwischen den Gemeinden zu beschleunigen. Denken Sie zum Beispiel an ein gemeinsames Beschaffungsprotokoll für Müllwagen.“ Zentral-Brabant ist jetzt die Nummer 1 als logistischer Hotspot. „Es gehört ein ehrgeiziger grünerer Umweltplan dazu, um mit gutem Beispiel voranzugehen und zukunftsfähig zu bleiben.“

Billige Energie im Überfluss ist auf dem Weg

„In Europa sind 160 Unternehmen mit der in Brüssel ansässigen Organisation ,Hydrogen Europe‘ verbunden. Sie alle arbeiten auf dem Wasserstoffsektor an der Technologieentwicklung und der Herstellung von Komponenten und Systemen. Billiger Strom wird in absehbarer Zeit im Überfluss verfügbar werden. Dann immer noch am falschen Ort, aber zum richtigen Preis. Wenn wir ihn dorthin transportieren wollen, wo wir ihn brauchen, brauchen wir zwangsläufig einen flexiblen Energieträger. Man könnte die Welt mit Kabeln füllen. Aber ich weiß nicht, ob das eine realistische Alternative ist.”

„Wenn zum Beispiel”, fährt er fort, „unser erstes Ziel ist, dass bis 2025 zehn Prozent der Lastwagen, die durch Brabant fahren, emissionsfrei sind, dann sollten wir an Tankstellen arbeiten. Und die wird es auch geben, sobald sich ein Kunde für eine solche Tankstelle einsetzt. Zum Beispiel eines jener brabantischen Transportunternehmen, die jeden Tag vorbeischauen werden, um dreißig bis vierzig LKWs zu betanken. Ich mache mir überhaupt keine Sorgen, ob diese Tankstellen gebaut werden.“

Paul Gosselink von der Brabant Development Agency (BOM) sieht auch Chancen für Brabant im Hinblick auf grünen Wasserstoff. In seiner Vision wird Brabant bis 2030 eine wesentliche Position in der Elektrolyseproduktion haben. Das sollte durch eine intelligente Kombination von Unternehmen der verarbeitenden Industrie und der Logistik erreicht werden. „Einschließlich des Erwerbs von entscheidendem Elektrolyse-Knowhow, indem es ausländischen Unternehmen ermöglicht wird, eine Niederlassung in Nordbrabant zu gründen.“

Interessant für ausländische Unternehmen

„Große LKW-Hersteller wie DAF setzen noch keine Wasserstoff-Lkw ein, weil der Umfang noch zu gering ist. Aber das ist für ein Unternehmen wie VDL eine ganz andere Geschichte. Die verschiedenen VDL-Unternehmen sind für ausländische Parteien interessant, die sich mit der Herstellung von Elektrolyseuren und Brennstoffzellen beschäftigen.“



„Ich denke, wir verfügen über gewisse Trümpfe, die es uns erlauben, ausländische Parteien für das Knowhow, das wir selbst nicht haben, hierher zu holen. Denken Sie nur an das japanische Unternehmen Asahi Kasei oder Firmen wie ITM, NEL, Hydrogenics und Fuji. Asahi Kasei ist zum einen gut im Bau von alkalischen Elektrolyseuren. VDL verfügt auf diesem Gebiet über internes Spezialwissen.“
Industrielle Cluster

Nach Ansicht von Gosselink müssen noch viele Ausgabenkürzungen vorgenommen werden, um mit den bestehenden Systemen konkurrieren zu können. Dazu trägt auch das GreenH2UB bei. Lokale Überschüsse an grüner Energie (oder die großtechnische Energieerzeugung an Orten, wo das Stromnetz das derzeit nicht zulässt) können als grüner Wasserstoff für lokale Anwendungen gespeichert werden. Sie können dort auch Innovationen in der Praxis erproben lassen und zeigen, dass diese Kostensenkungen auf diese Weise erreicht werden können.

Es gibt auch eine begrenzte Anzahl von Unternehmen in Brabant, die tatsächlich bereits stark in Wasserstoff investieren. „Deshalb hat die FME zusammen mit dem TNO niederländische Wasserstoff-Elektrolysestudien eingerichtet. Diese Forschung untersucht, wo Industriecluster entwickelt werden können. Zusammen mit der Provinz und Brainport Development sind wir mit einer großen Zahl von Unternehmen darüber im Gespräch. Für viele Parteien ist jedoch noch unklar, wie groß dieser Markt werden könnte.“

Quelle: innovationorigins.com 09/2020 Arnoud Cornelissen



 
Der Medibus der Deutschen Bahn ist ein mobiles Labor im Kampf gegen COVID-1902.06.2020



Die von VDL Bus & Coach gebauten Medibusse der Deutschen Bahn AG (DB) werden derzeit in einer umfassenden Studie des Robert Koch-Instituts (RKI) zur Verbreitung von COVID-19 in Deutschland eingesetzt. Mit den Medibussen verfügen Forscher und Ärzte über hochwertige Labore, die zudem an verschiedenen Standorten flexibel einsetzbar sind.

Hauptziele der Studie ‘Corona-Monitoring Lokal’ sind die Kartierung der Virusverteilung und ein vollständigeres Bild der Anzahl nicht gemeldeter Coronafälle. Insgesamt werden 8000 Personen aus vier verschiedenen Gebieten in Deutschland untersucht.

“Der DB Medibus ist ein unternehmensübergreifendes Gemeinschaftsprojekt, das insbesondere durch die Kompetenz und das Engagement unserer Partner Cisco und VDL möglich wird”, sagen Felix Thielmann, Niederlassungsleiter SEV, und Arndt Hecker, Business Development von Deutsche Bahn. “Wir freuen uns sehr, dass unser Medibus mit seiner Ausstattung und technischen Funktionalität derzeit einen aktiven Beitrag im Rahmen der Forschungsarbeiten zur Verbreitung von COVID-19 in Deutschland leisten kann.”

“Als Hersteller begrüßen wir es sehr, dass die Medibusse der Deutschen Bahn jetzt auch im Kampf gegen das Coronavirus eingesetzt werden”, so Mark Francot, Geschäftsführer von VDL Bus Venlo. “Dass wir als VDL Bus & Coach dank der guten Zusammenarbeit zwischen mehreren Unternehmen einen Beitrag zur Erforschung von COVID-19 beitragen können, macht uns sehr stolz. Auch wird durch dieses Projekt die vielseitige Einsetzbarkeit dieses innovativen Fahrzeugs noch einmal bestätigt. Der Medibus passt damit hervorragend in unsere Abteilung Spezialfahrzeuge.”

Forschung in COVID-19-Gebieten

Das Dorf Kupferzell im Bundesland Baden-Württemberg ist der erste Forschungsstandort, den das RKI mit dem Medibus im Rahmen der Studie angefahren hat. Anfang März fand hier ein Kirchenkonzert statt, bei dem 82 Menschen mit dem Coronavirus infiziert wurden. Durch diesen Ausbruch wurde Kupferzell mit einem Schlag zu einem der Corona-Hotspot in Deutschland. Das RKI untersucht nun unter anderem, wie viele Einwohner des Dorfes Antikörper gegen das Virus gebildet haben und wie viele von ihnen infiziert waren, ohne Krankheitssymptome gehabt zu haben. Dazu wurden 2000 Einwohner auf Corona getestet. Zudem wurde ihnen Blut abgenommen und sie wurden zu Vorerkrankungen und sozialen Kontakten befragt. Die Teilnahme an der Untersuchung ist völlig freiwillig.

Außer den 2000 Einwohnern aus Kupferzell wurden mehrere Tausend Personen in drei anderen von Corona betroffenen Gebieten untersucht. Die Auswahl der Gebiete erfolgt aufgrund der aktuellen Lage kurz vor Beginn der lokalen Untersuchung. Die Medibusse fungieren als gut ausgestattete mobile Forschungszentren während dieser verschiedenen lokalen Studien.

Vollwertige Arztpraxis

Die Medibusse der Deutschen Bahn wurden von VDL Bus Venlo in Zusammenarbeit mit VDL Bus Heerenveen und VDL Bus Chassis gebaut. Ausgestattet wurden die Citea LLE-127 ganz nach Wunsch des Kunden Deutsche Bahn. Sie wurden zu Arztpraxen mit jeweils vier möblierten Bereichen (Behandlungsraum, Sprechzimmer, Labor und Wartebereich) umgebaut. Jeder Bereich hat eine eigene Klimaanlage und Solarpaneele auf dem Dach sorgen für saubere Energie, sodass die Busse vor Ort weniger von externem Strom abhängig sind.

Im Oktober 2019 wurde der DB Medibus mit dem renommierten Deutschen Mobilitätspreis ausgezeichnet. Dieser Preis wird jedes Jahr an Projekte verliehen, die einen wesentlichen Beitrag zur gesellschaftlichen Teilhabe und Lebensqualität in Deutschland leisten. Mit der 12,7 Meter langen Arztpraxis trägt die Deutsche Bahn auf innovative Weise zur Verbesserung der medizinischen Infrastruktur in Deutschland bei. Anfangs wurde der Medibus für die medizinische Versorgung in ländlichen Regionen eingesetzt. Inzwischen zeigen zahlreiche Einsatzmöglichkeiten, dass das Fahrzeug auch für viele andere Aufgaben der medizinischen Versorgung geeignet ist.

Quelle: innovationorigins.com Mai 2020



 
Brennstoffzellen-Lkw von VDL im Praxistest12.04.2020



Vor einigen Tagen ist ein 27-Tonnen-Lkw von VDL mit Brennstoffzellenantrieb in seinen ersten Praxiseinsatz im Rahmen des EU-finanzierten Projekts „H2Share“ in den Niederlanden gestartet.

Das deutsche Unternehmen Wystrach hat für das Projekt eine mobile Wasserstofftankstelle mit niedrigem Energieverbrauch entwickelt, die den Wechselbrücken-Lkw zu seinen Vorführ-Stationen begleitet.

Der Schwerlast-Lkw mit Brennstoffzelle kommt bei dem auf emissionsfreie Transporte spezialisierten Logisitker Breytner in Schelluinen zum Einsatz. Mit dem VDL-Truck sollen unter anderem Verkaufsfilialen beliefert werden. Breytner hofft, in dem auf drei Monate angesetzten Test herauszufinden, wie in welchen logistischen Prozessen der Wasserstoff-Lkw am effizientesten eingesetzt werden kann.

„Es ist toll, zu den wenigen Logistikern weltweit zu gehören, die einen Wasserstoff-Truck im Alltag erproben können“, sagt Maria-José Baartmans von Breytner. „Das liefert unseren Kunden und uns wertvolle Kenntnisse über emissionsfreie Transportlösungen und es trägt dazu bei, die nächsten Schritte zu einem nachhaltigen Transportwesen zu machen.“

Nach seinem Einsatz in Schelluinen soll der Brennstoffzellen-Lkw bei weiteren Unternehmen getestet werden, derzeit sind sechs Stationen in Deutschland, den Niederlanden, Belgien und Frankreich geplant. Um den Lkw an allen Stationen einsetzen zu können, ohne auf stationäre Wasserstofftankstellen angewiesen zu sein, hat Wystrach eine mobile Wasserstofftankstelle mit niedrigem Energiebedarf entwickelt.

Das Unternehmen aus Weeze hat der Mitteilung zufolge bereits eine steigende Nachfrage nach ganzheitlichen Betrachtungen von Mobilitätslösungen registriert. „Hersteller von Lkw, Zügen, Bussen und sogar Staplern haben Interesse an wasserstoffbetriebenen Systemen samt Betankungslösung“, sagt Wolfgang Wolters, Geschäftsführer von Wystrach. „Das ‚H2Share’-Projekt ist deshalb ein wichtiges Modellprojekt für diese zukunftsweisenden Anwendungen.“



Ziel des mit 1,69 Millionen Euro geförderten „H2Share“-Projekts ist es, die Entwicklung eines Marktes für emissionsfreie Schwerlastfahrzeuge mit Wasserstoffantrieb zu fördern und praktische Erfahrungen in verschiedenen Regionen Nord-West- Europas zu sammeln. Mit dem Einsatz des VDL-Lkw wollen die Partner beweisen, dass die Wasserstofftechnologie „für den Einsatz in Schwerlastanwendungen unter realen Bedingungen geeignet“ sei.

Quelle: electrive.net 04/2020 Autor: Sebastian Schaal



 
VDL stellt neues Batteriepaket mit höherer Kapazität vor17.02.2020



VDL Bus & Coach führt ein neues Batteriepaket für seine Elektrobusse ein. Außerdem planen die Niederländer den Bau eines Werks im belgischen Roeselare und verkünden, dass die 670 Busse des Typs Citea Electric, die derzeit in Europa unterwegs sind, die Marke von 50 Millionen Kilometern geknackt haben.

Zunächst zum neuen, leistungsfähigeren Batteriepaket: Während sich VDL zu technischen Details wie Modulen und Zellen nicht äußert, gibt der Bushersteller an, dass das neue Batteriepaket leichter als herkömmliche Akkus ist und es wahlweise per Pantograf oder Stecker aufgeladen werden kann. Die verschiedenen Modelle der Niederländer haben dank des leistungsfähigeren Pakets mehr Batteriekapazität an Bord – konkret bietet es bis zu 315 kWh für den Citea LLE Electric, 350 kWh für den Citea SLF und SLE Electric, 420 kWh für den Citea SLFA Electric und 525 kWh für den Citea XLE Electric. Die ersten Aufträge für das neue Akkupaket sind nach Angaben von VDL bereits eingegangen.

„Im vergangenen Jahr haben wir unsere Position im Bereich der Elektromobilität weiter ausgebaut und auch geografisch gestärkt“, äußert Unternehmenschef Henk Coppens. Nun rücke neben der geplanten Expansion nach Südeuropa auch die weitere Optimierung des Energieverbrauchs und die Anwendung der nächsten Batteriegenerationen in den Fokus. „Wir sehen den Bedarf des Marktes nach einer größeren Reichweite, insbesondere jetzt, wo auch immer mehr regionale Betriebsabläufe elektrifiziert werden“.

Eine Schlüsselrolle wird vor diesem Hintergrund das geplante Werk in Belgien einnehmen. „Es wird zu unserem Zentrum für Elektromobilität. Von dort aus können wir noch besser auf die Bedürfnisse und Anforderungen des Marktes reagieren“, so Coppens. Das sei wichtig, denn der Wettbewerb werde sich verschärfen. Konkret soll im belgischen Roeselare dieses Frühjahr der Spatenstich erfolgen und Ende 2021 eine CO2-neutrale Elektrobus-Fertigung anlaufen. Auch die belgische Vertriebs- und Serviceniederlassung von VDL Bus & Coach wird an den neuen Standort umziehen.

Schließlich hebt VDL noch hervor, dass die bis dato europaweit ausgelieferten 670 Busse des Typs Citea Electric inzwischen kumuliert auf 50 Millionen abgasfrei gefahrene Kilometer kommen. Nach eigenen Angaben kommen die Niederländer in Europa auf einen Marktanteil von 22 Prozent. Nach den Niederlanden sei Skandinavien der wichtigste Markt. Durch neue Projekte in Norwegen und Dänemark sowie zwei Projekte in Schweden und Finnland seien dort insgesamt 120 Elektrobusse im Einsatz. „Auch in Deutschland verzeichnen wir ein starkes Wachstum“, konstatiert VDL-Manager Alex de Jong. „Städte wie Osnabrück, Köln und Münster investieren wieder in unsere Busse, weil wir uns in den letzten Jahren als starker Partner erwiesen haben.“ Auch Kiel habe 36 elektrische Citeas bestellt. In Köln erhielt der Bushersteller sogar den Zuschlag für die Lieferung von 53 Elektrobussen.

Quelle: electrive.net 02/2020 Autor: Cora Werwitzke



 
ElringKlinger kooperiert mit Bushersteller VDL im Bereich der Brennstoffzellentechnologie24.10.2019


Die ElringKlinger AG und die niederländische VDL Groep kooperieren im Bereich der Brennstoffzellentechnologie. Gemeinsam nehmen beide Unternehmen an dem europäischen Förderprojekt „H2Haul“ teil.

Neben den Teilprojekten weiterer Projektpartner werden drei VDL-Fahrzeuge mit Brennstoffzellensystemen von ElringKlinger ausgerüstet und vom belgischen Einzel­handelskonzern Colruyt im realen Betrieb getestet. Die zum Einsatz kommenden Wasserstofftankstellen ermöglichen eine schnelle und leistungsstarke Betankung und unterstützen damit das Demonstrationsprojekt, wie Brennstoffzellen-Lkw als direkter Ersatz für Dieselfahrzeuge dienen können.

Das „H2Haul“-Projekt leistet einen wesentlichen Beitrag zur Marktvorbereitung für die weitere Nutzung der Technologie in den 2020er Jahren. Ziel des Projekts ist es, die Entwicklung der Brennstoffzelle als alternative Antriebstechnologie in Europa bis zur Marktreife weiter voranzutreiben. Das ElringKlinger-Brennstoffzellenmodul soll an­schließend u.a. in Stadt- und Langstreckenbussen Anwendung finden. Das Projekt wurde durch einen Zuschuss des Fuel Cells and Hydrogen Joint Undertaking (FCH JU) in Höhe von zwölf Mio. EUR ermöglicht.

ElringKlinger ist seit rund 20 Jahren in der Forschung und Entwicklung von Brennstoff­zellen tätig und tritt im Markt sowohl als System- als auch als Komponentenlieferant auf. Die Stacks basieren auf der PEM-Technologie und wandeln unter Verwendung von Wasserstoff und Sauerstoff chemische in elektrische Energie um. Sie sind vor allem für mobile Anwendungen mit großer Reichweite und zyklischem Betrieb geeignet. Einsatz­bereiche sind Busse und Pkw, aber auch industrielle Anwendungen im mobilen Bereich, wie kleine Nutzfahrzeuge und Flurförderzeuge.

Stacks von ElringKlinger zur Integration in Kundensysteme gibt es mit einer elektri­schen Leistung von 2 bis 150 kW. Sie verfügen optional über im Endplattenmodul inte­grierte Peripheriekomponenten und Systemfunktionalitäten, die eine deutliche Vereinfachung und Kostenreduktion des Brennstoffzellensystems erlauben.

Quelle: ElringKlinger AG, emobilserver.de



 
Elektrisches Laden der Zukunft - Neues Testcenter in den Niederlanden18.10.2019

Siemens und der niederländische Bushersteller VDL Bus & Coach (VDL) erarbeiten gemeinsam neue Entwicklungen für Depotladen von eBussen und eTrucks. Sie wurden im „VDL Charging Test Center“ in den Niederlanden unter realen Bedingungen getestet. Die Kooperation soll zeigen, wie Fahrzeugtechnologien, Energiespeicher und Ladeinfrastruktur zusammenspielen, sowie mittels einer Vehicle-to-Grid-Funktion bidirektionales Laden ermöglichen.

Mit der wachsenden Zahl von elektrischen Fahrzeugen am Markt steigen die Anforderungen an eine robuste Ladeinfrastruktur. Um ein effizientes und flexibles Laden von elektrischen Bussen und Lastfahrzeugen zu ermöglichen, arbeiten Siemens und der niederländische Bushersteller VDL Bus & Coach (VDL) nun gemeinsam an zukunftsweisenden Gesamtlösungen für Depots. Im VDL Charging Test Center, dem Interoperabilitätstest- und Prüfzentrum von VDL in Valkenswaard in den Niederlanden, hat Siemens die neueste Generation von Schnellladestationen in Kombination mit einem Batteriespeichersystem installiert.



Eine spezielle Schaltmatrix erlaubt es, die Leistungen der Ladestationen flexibel zusammenzuschalten. Gesteuert wird der Aufbau über eine Energiemanagement-Applikation, die auf MindSphere läuft, dem cloudbasierten, offenen IoT-Betriebssystem von Siemens. VDL führt mit diesen Technologien Interoperabilitäts- und Funktionstests mit elektrischen Fahrzeugen wie Bussen und Lastkraftwagen durch.

Interoperabilität ist gegeben, wenn die Technologien verschiedener Hersteller – sowohl auf Fahrzeug- als auch auf Ladeinfrastrukturseite – miteinander agieren und Informationen austauschen können. Im VDL Charging Test Center wird die Kombination dieser zukunftsweisenden Technologien nun unter realen Bedingungen getestet, um die Funktionalität im Betrieb sicherzustellen. Kunden beider Unternehmen sind dazu eingeladen, das Prüf- und Testzentrum zu besuchen und die neuesten Technologien live zu begutachten.



An einer der Ladestationen ist eine Vehicle-to-Grid-Funktion integriert, die ein bidirektionales Laden der Fahrzeuge ermöglicht. Das bedeutet, sie können sowohl Strom vom Netz und vom Speichersystem beziehen, aber auch dorthin zurück transportieren. Diese Funktion bereitet den Weg für zukünftige Anwendungsfälle wie die Deckung von Bedarfsspitzen. Das bedeutet, elektrische Fahrzeuge können mit dem Netz kommunizieren und im Falle von Kapazitätsengpässen Strom zurückspeisen.

Die modulare Infrastruktur in Valkenswaard zeigt, dass Ladesysteme über einen längeren Zeitraum erweitert werden können, ohne die Netzkapazität oder -anbindung anzupassen. Indem ein Energiespeicher, Ladestationen und eine Energiemanagement-Applikation gekoppelt werden, kann die Kapazität entsprechend aktueller und zukünftiger Bedürfnisse angepasst werden. Das Projekt liefert wichtige Erkenntnisse für die Elektrifizierung des Transportsektors, und somit für das Gelingen der Energiewende. Das Ergebnis wird präsentiert im Rahmen der Busworld Europe 2019 in Brüssel in Halle 1 am Stand 126.

Quellen: solarify.eu 10/2019, sie.ag/2oqjOT5, siemens.com/smartinfrastructure, siemens.com/ebus



 
OMNIBUSREVUE31.08.2017





 
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Auszug aus Verbandszeitschrift der Fuhrgewerbe – Innung Berlin – Brandenburg e.V.22.11.2016





 
VDL Zeitschrift Signaal Nummer 143 PDF-Datei. Klick auf das Bild.11.11.2016





 
13,5 Meter langer Reisebus21.01.2016





 
Kooperationsvertrag Philips und VDL09.02.2015